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Unser Lehrplan

Die Basis der Klassischen Reitkunst


I. Allgemeine Informationen & Einführung

Kursbezeichnung: Die Basis der Klassischen Reitkunst – Alles rund ums Pferd lernen

Zielgruppe:  Kinder/Jugendliche, Erwachsene, Wiedereinsteiger

Dauer/Umfang: ca. 2-3 Jahre je nach Lerntempo und Talent

Voraussetzungen: Keine Vorkenntnisse notwendig

Kursziele: Entwicklung eines tiefen Verständnisses für das Wesen des Pferdes, Erlernen der pferdegerechten Kommunikation vom Boden aus und Grundlagen für ein gesundes, motiviertes Reitpferd schaffen.


II. Theoretische Grundlagen: Das Wesen des Pferdes verstehen

Dieser Abschnitt bündelt das Wissen über Anatomie, Verhalten und die Bedürfnisse des Pferdes.

1. Das Pferd als Lebewesen

Verhalten: Das Pferd als Flucht- und Herdentier kennenlernen.

Sinne: Wie sieht und hört ein Pferd?

Lebensweise: Vergleich von Wildpferd, Hauspferd und Zuchtpferd.

Herdenverhalten: Rangordnung, Stutenherde vs. zusammengewürfelte Gruppen (Stress in Offenstallhaltung).

2. Kommunikation und Horsemanship

Natürliche Sprache: Körpersprache, Mimik und Gestik des Pferdes. Wo treffen sich menschliche und Pferdische Körpersprache

Menschliche Kommunikation: Wer bewegt wen? Positionierung (Wer steht wo?). Stimmhilfen (Pferde können bis zu 300 Wörter lernen

Anführerqualitäten: Welche Anführer bevorzugt das Pferd (ruhige Ausstrahlung, klare Anweisungen, souveräne Haltung - oder nervöse und unsichere Menschen)?

Problemverhalten: Wie entsteht ein Problempferd? (Falsches Lob, unklare Signale, aus der Hand füttern).

Kontaktaufnahme: Beobachten, Begrüßen, Rang klären.

3. Pferdebedürfnisse & Haltung

Grundbedürfnisse: Fütterung, Versorgung, Pflege (richtiges Putzen).

Gesundheit: Gesunde Schulpferde als Vorbild (gesunde Hufe, tragfähiger Rücken, keine Verspannungen).

Risiken: Exkurs Gefahr durch Hufrehe, Wieso Anweiden? WIe kommt es zum übergewichtigen Pony oder Pferd? Wieviel Platz und Bewegung benötigt ein Pferd täglich?


4. Ausbildungstheorie

Grundlagen der Pferdeausbildung: Fohlen-ABC (Halfter anlegen, Hufe geben, anbinden, sich überall anfassen lassen).

Wachstum: Wann kann ein junges Pferd belastet werden? (voll Reiten mit 3 Jahren? vs. gesund alt werden).

Lernverhalten: Positive und negative Verstärkung, Timing des Lobs.


III. Praktische Ausbildung: Vom Boden bis zum Sattel

 

1. Grundlagen der Bodenarbeit & Führen

Sicherheit & Umgang: Faires Führen am Halfter (richtiger Abstand, nicht nachgeben).

Führübungen: Trockenübung mit zwei Menschen (einer Pferd, einer Anführer).

Hilfsmittel: Führseil und Gerte richtig halten.

Präzision: Bahnfiguren gehen, Richtungsanweisungen, Im Kopf den Plan machen für korrekte Bahnfiguren

2. Verfeinerte Bodenarbeit & Longieren

Werkzeugkasten: Hilfen dem Pferd vom Boden aus erklären.

Longieren: Warum Kappzaum statt Halfter oder Trense? Wie wird korrekt auf Trense longiert?

Höhere Bodenarbeit: Seitengänge, Takt und Tempo regulieren.

Geraderichten & Gymnastik: Warum ist das wichtig? (Analogie Links-/Rechtshänder beim Menschen).

3. Spezial-Trainingsmethoden

Anti-Schreck-Training (GHP): Parcours aufbauen (Regenschirm, Plane, Rappelsack).

Target-Training: Nase ans Objekt führen für Lob/Leckerli.

Zirkuslektionen: Gymnastik und Gehirntraining.

4. Ausrüstung & Anatomie,  Sattelkunde (Exkurs)

Materialkunde: Zäume (Gebiss vs. Gebisslos), welche Ausrüstung für welches Pferd?

Sattelkunde: Funktion eines Sattels, mit oder ohne Baum? (Bilder zeigen).

Reiten: Trageerschöpfung, gutes vs. schlechtes Reiten.


IV. Didaktik & Leistungsnachweise

Lehrmethoden: Theorie, Praxis, Trockenübungen, Videoanalyse, Buchvorstellungen (zahlreiche Bücher z.B: "Du entscheidest!" von Krischke).


Wir erstellen ab sofort für jedes Kind / jeden Teilnehmer ein Heft mit Checkliste, in dem die Themen mit einem Stempel abgehakt werden.

Übungen: Auswahl eines imaginären Wunschponys (Rasse, Farbe, Alter).

Perspektivwechsel: Bedürfnisse des Pferdes bestimmen das Training

5. Balance im Sattel: Sitzschulung

-aufrecht sitzen, das Pferd nicht stören, den Takt erkennen, in der Bewegung geschmeidig mitgehen

-verschiedene Sitzarten und Funktionen unterscheiden können: Leichter Sitz, Mittelpositur, Belastungssitz, Springsitz

-Sitzhilfen: Übungen auf dem Gymnastikball und im Stehen- Erlären der Hüftbewegungen

-Hilfengebung in der Bewegung: Anreiten und Anhalten über die Balance, korrekte Ecke reiten

 

Copyright: Nina Riesterer-Lommel (der Lehrplan darf gerne auf Anfrage von anderen Reitschulen übernommen werden)

 

 

 

 

 
 
 

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